Sonntag, 14. Dezember 2008

kurzzeitiger wintereinbruch

also wirklich, da denkt man sich als nichtahnender tourist, in australien ist immer schoen warm und erst recht im sommer. aber weit gefehlt, denn wir haben die letzten tage ungleubliche wetter-kapriolen erlebt. als wir von cooper pedy weggefahren sind, fing ein sandsturm an. sturm ist vielleicht etwas zu stark, aber es windete ungemein und der wuestensand wurde soweit aufgewirbelt, dass wir nicht sehr weit gesehen haben. da barb ziemlich viel wind-angriffsflaeche bietet, war die fahrt etwas beschwerlich und spritintensiv. dennoch oder gerade deshalb war es ein besonderes erlebnis. wir haben dann auf einer picknick-rast uebernachtet und sind am naechsten morgen weiter richtung sueden. irgendwann fing der regen an. der hat gar nicht mehr aufgehoert und die temperaturen sanken. wir haben die grenze nach suedaustralien passiert, mussten unser mitgefuehrtes obst und gemuese wegwerfen, da sa eine fruchtfliegen-freie zone ist. wie wir bei der tourist-info erfahren haben, sind fruchtfliegen naemlich "really dangerous". ok. also haben wir in deutschland endlich auch gefaehrliche tiere wie in australien! der tag bescherte uns eine weitere neue erfahrung, naemlich unser erstes australisches essen in einem roadhouse am highway. wir haben den fehler gemacht, fuer jeden einen burger zu bestellen und pommes. die burger waren so riesig, dass wir irgendwann voellig erledigt und bis zur pfefferminz-plaettchen-grenze vollgestopft aufgeben mussten. die australier sehen halt nicht umsonst so aus...
der regen hoerte erst am naechsten tag auf und hinterliess etliche wasserstellen in der wueste und viele blumen erbluehten urploetzlich. und es wurde noch kaelter. unseren temperatur-tiefpunkt hatten wir gestern morgen, als es gerade mal 10 grad hatte. wir konnten es nicht fassen: drei tage zuvor ueber 40 und nun 10 grad. krass!
mittlerweile hatten wir uns in gegenden durchgeschlagen, deren ortschaften mit mehr als 4 einwohnern nicht mehr auf der landkarte eingezeichnet sind. im outback war jede station, jedes roadhouse eingezeichnet, obwohl dort zwischen 4 und 10 menschen leben. wir mussten uns ganz schoen umstellen. wir sind nun von autos umzingelt, im outback haben wir manchmal ueber 10 minuten kein auto auf dem highway getroffen. man konnte blind auf die strasse abbiegen, frei nach dem motto meiner mutter: da kam gestern ja auch keiner. und ueberall menschen. ein bisschen sehnen wir uns nach dem outback zurueck.
aber nun warten neue abenteuer auf uns. wir haben schon eine der australischen weingegenden durchfahren, noerdlich von adelaide, das barossa-valley, das von deutschen besiedelt wurde. dort haben wir das durchschnittsalter der touristen um locker 20 jahre gesenkt. die toskana-fraktion halt...
seit gestern sind wir in adelaide, wo es immer noch sehr kalt war, aber heute hats schon ueber 20 grad. und wir haben unsere sehr nette reise-bekanntschaft nicole-felix wiedergetroffen, die morgen nach 9 monaten australien nach deutschland zurueck muessen. muh!
wir schauen uns gerade die stadt an und wollen nachher zum strand. deshalb muss ich jetzt los. und sach mal bis morgen!

es gruesst euch,
tinsche

p.s. wir haben schon knapp 5000 km in barb wire verbracht!!! unglaublich, oder? fotos folgen!

2 Kommentare:

schnipoh hat gesagt…

....ja ja Fotos folgen. Ich frage mich nur wann. Ihr wisst doch, der Mensch will Bildchen gucken, nicht lesen; das gilt erst recht fürs Internet:-)
Euer murrender Meckersack Schnipoh

tinsche hat gesagt…

jaja, liebe schwester, wenn alles nur so einfach waere. bin gerade wieder gescheitert. also erstmal keine fotos :(