wir haben den eindruck, dass die australischen behoerden ihren schaefchen keine allzu grosse hirnkapazitaet zutrauen. oder aber einfach eine sehr sehr grosse sorge tragen, dass die australier ohne anleitung einfach viele dinge falsch machen. da sind zum einen die hinweis bzw. verbotsschilder, wenn man einen strand, park oder campingplatz betritt. das lasse ich mir ja noch ein bisschen gefallen. es scheint wohl nicht jeder zu wissen, dass man seinen abfall wegwirft und hundehauefchen aufsammelt.
aber wir sind mittlerweile auf einige "hinweise" gestossen, die uns zum einen belustigen, zum anderen nachdenklich machen. wie halten es die leute bloss mit diesen ganzen massregelungen aus? selbst im kino hat man keine ruhe davor. zwischen den werbungen fuer burger, eis und alkohol kommt dann ein spot mit todkranken menschen, schwarzen lungen, krebsgeschwueren, das ganze untermalt mit gesang von leonard cohen. entweder wird vor der sonne oder zigaretten gewarnt. komischerweise warnt keiner vor den burgern...
unser bisheriges highlight war eine "friendly notice" von der polizei: wir hatten unser auto auf einem parkplatz im nationalpark abgestellt und sind zu einem lookout gelaufen. auf dem parkplatz waren schilder, die davor gewarnt haben, dass "thiefs are operating in this area" und haben uns gefragt, wie wohl die business hours von den dieben sind. als wir zurueckkamen, war ein zettel an der windschutzscheibe. mist, unser erster strafzettel, dachten wir, obwohl wir eigentlich richtig standen. tatsaechlich war es eine freundliche nachricht der polizei, die geprueft hat, ob wir unser auto richtig abgeschlossen haben. wir haben eine 1 mit sternchen bekommen, weil alles verriegelt war.
weitere anleitungen:
- wie wasche ich mir richtig die haende, gesehen auf zahlreichen toiletten
- wie platziere ich ein parkticket (1 grossen schild mit ca. 10 zeilen)
- wie schaue ich mir sicher und korrekt ein feuerwerk an (z.b. keine glasflaschen mitnehmen, einen schirm dabeihaben, warme kleidung, ein taschenradio fuer die musikalische untermalung, verantwortungsvoll trinken, nach seinen freunden schauen...)
- wir fahre ich sicher auf queenslands strassen (saubere scheiben, funktionierende wischblaetter...)
in australien haetten wir diese permanenten erziehungsmassnahmen am wenigsten erwartet.
gruesse,
tinsche
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1 Kommentar:
Grundsätzlich bestimmt immer die Nachfrage das Angebot. Wenn sich also die Mehrheit der Leutchen nich die Schuhe binden kann, ohne dabei rumzufallen, oder die Hände nach dem Waschen nicht sauberer sind wie vorher, dann muss man halt Anweisungen geben:-))
Vielleicht steht ja das Land auch als ehemalige Riesen-Knacki-Kolonie in der Tradition der Maßregelungen.
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