ja, meine lieben, wir sind endlich im reich des massentourismus angekommen: byron bay. die fahrt von sydney hierher hat bereits nichts gutes verheissen - eine elendig lange autoschlange auf dem highway und genauso bei mcdonalds. also kein eis! stattdessen haben wir eine andere australische kulinarische errungenschaft versucht: pies. die australier verzehren davon 260 mio im jahr, also 13 pro kopf. da dachten wir uns, kann ja gar nicht so schlecht sein. was kann man bei ein bisschen teig mit fuellung schon falsch machen? tja, leider einiges. die dinger sind superfettig und die fuellung eine undefinierbare masse mit viel brauner sosse und verkochtem gemuese. vielleicht schmecken die apfel-dinger besser, aber da nehm ich lieber eine apfeltasche im mac.
zurueck zu byron bay. es ist eigentlich ein kleines kaff, dass seine bewohnerzahl im sommer wahrscheinlich verzehnfacht. mindestens. genauso ist die stimmung. ueberall partypeople-restanten von silvester. silvester soll hier uebrigens doof gewesen sein, haben wir gehoert. gegen neun war der strand voll und alle haben richtung mehr gestarrt. dummerweise gabs aber kein feuerwerk um mitternacht. dafuer leider einen toten, der betrunken die felsen runtergefallen ist. trunkenheit ist ja ueberhaupt so ein thema. wir sind bereits in 4 alkoholkontrollen gekommen, die letzte gerade eben. der gipfel war eine kontrolle am 25.12. morgens um 9 uhr. und wir waren nicht die einzigen, die angehalten wurden. es kann also nicht an unserem auto liegen.
jedenfalls sind wir jetzt schon genervt von den massen, dabei waren wir bisher nur tanken und auf dem woolworth-parkplatz. wir hoffen, dass es sich nach brisbane etwas entspannt.
heute mittag haben wir einen abstecher nach nimbim gemacht, einer hippie-enklave im hinterland von byron bay (hinterland ist uebirgens eines der woerter, das sich die engl. sprache bei uns geborgt hat). in nimbim wird auf der strasse gekifft, dafuer darf man in der oeffentlichen parkanlage nicht golf spielen (!), keinen alkohol trinken (!!) und muss seinen hund an der leine fuehren (es waren natuerlich viel mehr verbote, die anderen waren aber langweilig). der kleine oekoladen war ganz nett und wir haben lecker kaffee getrunken. auf dem rueckweg haben wir unsere ersten macadamia-und maracuja-baeume gesehen. das waechst ja auch alles hier, und kaffee auch.
was uns etwas betruebt, sind die kuerzer werdenden abende. es wird schon um 8 dunkel und je weiter wir nach norden reisen, noch frueher, und ab brisbane muessen wir die uhr eine stunde zurueckdrehen. also sommerliche temperaturen und um 6 uhr dunkel. naja, was beklage ich mich, bei euch frierts. sorry!!!
bis neulich,
tinsche
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