Samstag, 8. November 2008

Servus, tja, ich kann mich erinnern, dass die neuseelandreiseberichte von jozsef, michele und mir immer nur von mir verfasst wurden. heute frage ich mich, wo ist ueberhaupt neuseeland? im falle dieser jetzigen reise scheint martina das ruder, beziehungsweise den schreiberling in die hand genommen zu haben um euch immer schoen stetig auf dem neusten stand zu halten. martina verarbeitet die erlebenisse eben indem sie schreibt und ich kann erst schreiben, nachdem ich die erlebnisse verarbeitet habe. das funktioniert am besten folgendermassen. wenn wir zum beispiel ein tolles kloster (hier nennen die unwissenden das tempel, oder timpel wie die australier es aussprechen.) gesehen haben oder einen schoenen wasserfall, dann poliere ich anschliessend einem vietnamesischen moped-taxifahrer die fresse bis sie glaenzt. quasi als verarbeitungsmassnahme. das tut uns gut, das tut dem land gut. nein, natuerlich poliere ich keinem vietnamesen die fresse, das schickt sich nicht in vietnam, stattdessen ziehe ich lieber die schuhe aus, bevor ich in den kraemerladen an der ecke gehe, das schickt sich schon eher. was sich garnicht schickt in vietnam ist die schickeria. die benehmen sich noch schlechter als die amerikaner. sobald ein vietnamesischer mensch etwas mehr wohlstand besitzt, ist er automatisch besser als die anderen. eigentlich wie ueberall in der welt. schaut man nach indien zu den kasten, nach sri lanka zu den kaestchen, nach berverly hills oder nach deutschland in den tennisclub (TVR in reutlingen z.b.) oder selbst in den eigenen freundeskreis. die partys wurden immer bei den tollen snobs abgehalten, (;-)) wenn aber mal ein armer schlucker wie ich eine party in seiner laecherlichen bruchbude veranstaltete, kam keiner. da musste dann schon ein sensationsmotto wie "sex party" oder "fuffies im club" her, um die massen zu locken. zurueck zum thema, was ich eigentlich sagen wollte ist, dass vietnamesen mit geld, die sich ein fettes sport utility vehicle leisten koennen, quasi umso weniger regeln beachten muessen. vor den fetten autos muss man sich am meisten hueten, um nicht erbarmungslos ueber den haufen gefahren zu werden. so summasummarum ist der vietnamese ansich ein feiner kerl. selbst die frauen und maedchen sind feine kerle. je mehr man sich vom touristischen terrain entfernt, desto oefter hat man die chance eine feine begegnung zu erleben. es soll sogar vorkommen, dass einem der eine oder andere vietnamese einen gefallen erweist, ohne bargeld in form von US-amerikanischen dollars als gegenleistung zu erwarten, so hallt es zumindest von den bergen, wo die ueberdimensionalen jesus statuen stehen... ach nee, das war argentinien.

im naechsten teil werdet ihr erfahren wie man gefuellte vegetarische gemuesepfannenkuchen mit rindfleisch kocht. hier nennen sie diese koestlichen rollen "nem" was soviel heissen soll wie fruehlingsrolle, obwohl es hier garkeinen fruehling gibt. wahrscheinlich die erfindung eines kolonialfranzosen aus der kolonialzeit der franzosen. d.h. die fruehlingsrolle kommt aus frankreich. oder heisst sie dort regenzeitkrapfen?

gehabt euch wohl und bis zum naechsten mal, wenn es wieder heisst, lieber eine abzocke in saigon als mit den tollwuthunden auf der strasse schlafen.

chx

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