die letzten tage waren sehr entspannend, wir haben sie naemlich groesstenteils auf dem wasser verbracht. und da kommen zumindest derzeit noch keine motorraeder hin. also kein gehupe, kein geknatter, nur herrliche ruhe und zwischendurch ein "eccuse me my friend ladie gentlemen sir" von unsererem reiseleiter tan. die reise war gut durchorganisiert, wir kamen uns vor wie in einer mischung aus kaffeefahrt, krankenhaus und schulausflug. kaffeefahrt, weil uns zwangspausen an touri-nepp-shopping plaetzen verordnet wurden, krankenhaus, weil es straff geregelte und fruehe essenszeiten gab und schulausflug, weil wir immer durchgezaehlt und auf den zwischenstuecken in viel zu engen bussen transportiert wurden. udn weil die stimmung toefte war.
hier einige highlights: auf der hinfahrt sorgte fuer visuelle ablenkung ein russisches touristenpaar. den russischen maennlichen touristen erkennt man allgemein an seiner begleiterin. diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie konsequent 2 konfektionsgroessen kleiner traegt, als ihr guttut. ist diese nicht zur hand, erkennt man ihn an seiner unglaublichen digitalen spiegelreflexkamera mit hubble-objektiv. auf dem boot hat der mann neckische fotos von seiner frau im bikini gemacht, leider haben wir ihn dabei nicht aufgenommen.
zunaechst sind wir in eine eigentlich schoene tropfsteinhoehle. leider dachten sich findige vietnamesische tourismusmanager, dass eine solche hoehle noch toller ist, wenn man manche ecken mit bunten lichtern anstrahlt und kuenstliche brunnen anbringt. es war dennoch schoen, aber ganz schoen trashig.
die nacht verbrachten wir dann an bord, very romantic neben dem maschinenraum, aber es war wirklich sehr nett. menschliche highlights waren zwei schweden, die versehentlich auf dem falschen schiff waren und uns am naechsten tag verlassen mussten. aber wir haben sie staendig wiedergetroffen, weil ja jede gruppe das standardprogramm abreisst. am naechsten tag sind wir zur groessten insel des archipels, um zu wandern. tan schritt mit seinen verranzten gummilatschen frisch voran, wir in unseren turn/und trekkingtretern hinterher. es war heiss und die moskitos haben mich wahrscheinlich schon beim betreten des parks gewittert. sie haben mir naemlich einen schoenen empfang bereitet, von dem ich jetzt noch was habe.
der aufstieg war semi-anstrengend, sogar unser australischer mit-touri, der die russin modisch kurzzeitig durch ein schwarzes netz-shirt toppte und vor dem trek fix ein lungenbroetchen konsumierte, kam gut mit. auf dem peak hatte es eine tolle aussicht, die man noch weiter steigern konnte, wenn man einen metall-turm bestieg. metall ist vielleicht etwas euphemistisch, denn das eisen war rost gewichen. wir haben den aufstieg trotzdem gewagt. und oben wars noch schlimmer. die plattform war nur mit holzbrettern abgedeckt, die lose auf den rostigen traegern auflagen. die steigerung des unwohlseins brachten dann merkwuerdige insekten, die wie riesen-hornissen aussahen. mit mulmigen beinen gestalteten wir unseren aufenthalt recht kurz und sind flugs wieder nach unten. aber die aussicht war toll!
dort eh nicht viel. und heute sind wir dann noch ein bisschen auf dem boot geschippert, und dann in einem zu 130% ausgelasteten minibus die rueckfahrt anzutreten. das war unser ausflug in die halong-bucht.
morgen gehts nochmal zur impfung in hanoi und dann mit dem nachtzug nach hue. wir sind ziemlich froh, wenn wir aus hanoi wegkommen. saigon soll ja noch schlimmer sein, dort fahren sie angeblich sogar mit den motorraedern auf den buergersteigen. wir werden sehen...
adieu,
tinsche
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2 Kommentare:
Hallo Carstina,
-wie immer sehr unterhaltsam! - weiter so... ihr solltet überlegen, nach eurer Rückkehr das ganze als Büchlein zu verlegen. Dazu brauchts dann aber schon Fotos von Russinnen in Aldi-Leberwürstchen-Optik und und als Give away vielleicht ein Originalstückchen ranzige FlipFlops.
ohhh, freut euch auf saigon - ich finds da super schön :-)
das pausenlose knattergeräusch lässt zwar nicht wirklich nach, aber die stimmung der stadt ist toll. so französisch ;-)
liebe grüße,
esther
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