seit wir in sapa und umgebung sind, passiert viel mehr. nix hier verschlafenes bergdorf!
nachdem carsten am freitag wieder war, haben wir uns ueberlegt, auf eigene faust loszuziehen. wir sind ja schliesslich zum drecken hierher gekommen. wir hatten die wahl zwischen sackteurem lokalem fuehrer (der wahrscheinlich selbst nur 5% des preises von 15$ pro person bekommt) und wanderkarte. also wanderkarte und abenteuer, kann ja nicht so schwer sein.
und auf geht's los! zuerst sind wir entlang von reisfeldern gewandert, haben bauern bei der ernte zugesehen, viele bueffel gesehen - es war wirklich wie aus dem reisefuehrer. zwischendurch kamen siedlungen von den hier lebenden ethnischen minderheiten, denen man sich angeblich ohne fuehrer nicht naehern darf. mit dem fuehrer geht man dann in die doerfer rein und schaut sich die huetten an und macht ein bisschen menschen-zoo.
wir sind also mehr oder weniger an den siedlungen vorbei, haben uns an sonne, reis, bueffeln udn anderem getier erfreut, bis wir eine siedlung dann doch passieren mussten. leider hat einer der hunde seine aufsichtspflicht zu ernst genommen (auch das steht im reisefuehrer) und carsten in die wade gebissen. wir konnten dann durch viel geschrei auf uns aufmerksam machen, haben einen stock zur abwehr der hunde bekommen und die dorfalte hat die wunde mit dem omnipraesenten tigerbalm verarztet. junge, war das ein schreck. wir haben dann sicherheitshalber einen mann aus dorf engagiert, der uns nach zaehen verhandlungen wieder auf den rechten weg gefuehrt hat und die wanderung bis ins tal fortgesetzt, wo uns andere bergmaenner auf ihren motorraedern wiederum nach zaehen verhandlungen zureuck nach sapa gebracht haben.
dort wurde dann flugs der reisefuehrer konsultiert, was es denn bei hundebissen zu beachten gaebe: tollwut-impfung. da es im oertlichen krankenhaus keinen impfstoff gibt (fuer mich ja ein zeichen, dass es auch keine tollwut gibt), sollten wir zurueck in die provinzhauptstadt und ueberlegten zogar, zurueck nach hanoi zu fahren. als carsten dann auf der suche war nach der korrekten auskunft, wann der morgen-zug fuehre (die zeiten gingen von halb neun bis viertle nach zehn und jeder war sich gaaanz sicher), traf er sie: Huyen, rezeptionistin im nobel-hotel und einfach kompetent. sie hat einen onkel bei der bahn, einen onkel im krankenhaus in hanoi und wahrscheinlich auch einen in jedem wichtigen amt. also sind wir am naechsten morgen nur in die provinzhauptstadt lao cai, dort ins krankenhaus, wo wir wieder auf einen unglaublich netten vietnamesen gestossen sind, der fuer uns bei der aerztin gedolmetscht hat und hat carsten die erste impfung hinter sich und die gefahr ist gebannt. das war am samstag frueh. seitdem sind wir viel motorrad gefahren und die geschichte, wie wir zu dem motorrad kamen und was wir darauf erlebt haben, kommt spaeter. dieser computer macht mich naemlich tollwuetig und ich vertage daher auf dienstag in hanoi.
bye bye,
tinsche
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
3 Kommentare:
Oh man, erst der Virus dann der Köter. Ich hoffe, Carsten steht die Reise durch ;-)) Wir freuen uns jedenfalls, dass wir regelmässig News von Euch erhalten und ihr uns so kontinuierlich auf Eure Reise mitnehmt!Bis bald, Erik & Nathalie
Hier passiert nicht ganz soviel. Highlight des Sonntags: "Gennse ma mol a Rodi, awwa nit so e Schwarzi wie die Weiß do hinne"
Hallo Carsten und Tinsche, hört sich sehr gut an eure Reise.. da sehnt man sich trotz Hundebiss in die Ferne. An Carsten: hab schon mitbekommen das Du noch mal verreisen wolltest, hätte nicht gedacht das Du schon weg bist. Viel Spass eine schöne Zeit wünsche ich Dir.. die Türkin..
Kommentar veröffentlichen